Born ist ein malerischer Bezirk, der es wert ist hier sein Lager aufzuschlagen. Eine Menge Geld wurde in die Instandhaltung dieses Stadtteils gesteckt und das Ergebnis ist durchweg positiv. Ursprünglich war hier das Handelszentrum der Stadt und noch heute lassen viele kleine Details auf die geschäftige Vergangenheit schließen. Zum Beispiel deuten viele Straßennamen auf verschiedene Gewerbe und Gilden hin. Heutzutage ist er einer der beliebtesten Stadtteile zum wohnen – so angesagt das sogar der Schauspieler Javier Bardem hier eine Wohnung mietete, als er Vicky Cristina Barcelona drehte. Die Tatsache das Born zwar trendig aber nicht zu touristisch ist, hat eine große Anziehungskraft auf Besucher. Dazu kommen noch die stimmungsvollen Straße, die Architektur, die kulturellen Attraktionen und die schicken kleinen Boutiquen, die diesen Bezirk so interessant machen.
Seine Nachbarn kennen
Die Hauptstraße des Stadtteils ist der Passeig del Born. Er ist ein großzügig mit Bäumen bepflanzter Boulevard, dessen Mietpreise in den letzten Jahre explodiert sind, seit Born zu einem Szeneviertel herangewachsen ist.
Der Name Born stammt von ‘borneo’, was auf katalanisch soviel wie ‘sich rangeln oder duellieren’ heißt. Im Mittelalter fanden auf dem Passeig del Born Turnierkämpfe statt. Heutzutage sind die Menschen die hier leben ein viel friedlicheres Völkchen. Der Bezirk zieht vor allem viele Bewohner aus dem Ausland an, die vor das Nachtleben und die schicke und gehobene Atmosphäre schätzen. Sie fallen unter den mondänen, kultivierten Einheimischen gar nicht auf. Auf der Straße trifft man nicht selten elegante, katalanische Frauen, die ihren Windhunde spazieren führen, natürlich in Pumps, das versteht sich von selbst.
Oberhalb der Carrer de la Princesa ändert sich das Bild von Born. Die Straßen hier machen eher einen engen, heruntergekommenen Eindruck.
Einkaufsmöglichkeiten
Born ist besonders für den kritischen Shopper geeignet. Natürlich findet man auch hier den gewöhnlichen touristischen Krimskrams aber durch die vielen einzigartigen Boutiquen, mit tollen Einzelstücken, hält sich das Angebot in einem guten Gleichgewicht. Auf den Straßen Carrer de la Princesa und Carrer de l’Argenteria wird man ganz sicher fündig. La Lentejuela (‘die Paillette’) ist ein sehr süßes und ungewöhnliches Geschäft, wo es wunderschönen klassischen und altmodischen Schmuck gibt. In Francesc Raich gibt es gebrauchte antike Möbel, Kleidung und Schmuck.
Wenn es darum geht Lebensmitte zu kaufen, sollte man den bunten Markt Santa Caterina aufsuchen. Er wurde nach einem Kloster benannt, das hier mal gestanden hat. Unter dem geschwungenen bunten Dach des Marktes geht es sehr lebhaft und laut zu, also bloß nicht schüchtern sein. Die Sardinen sind hier legendär. (Es gibt ein brillantes Restaurant genau gegenüber des Marktes - Cuines Santa Maria). Wir können auch den Delikatessenladen Casa Gispert empfehlen, der tolle Weine, Kaffeesorten, Schokolade, Nüsse und organische Produkte führt.
Verkehrsanbindung
Obwohl es auch in Born viele kleine Straßen und Gassen gibt, kommt es einem weniger beengend vor und es macht Spaß die Gegend zu Fuß zu erkunden. Die nächstgelegene U-Bahn Station ist Jaume 1 auf der Via Laietana, oberhalb liegt Arc de Triomf und südlich Barceloneta. Eine der Bahnhöfe liegt auch in Born, die Estació de França. Born hat auch den Vorteil, dass es nur 10 Minuten zu Fuß vom Strand entfernt liegt und nur 10 – 15 Minuten von den Ramblas.
In Born kann man leicht die Seele baumeln lassen und entspannen. Egal ob man sich in einem Café erholt oder ein Picknick im nahen Ciutadella Park macht, hier geht es im Allgemeinen viel ruhiger zu. Aber es gibt auch eine große Menge an Dingen zu tun und zu entdecken. Tauchen Sie zum Beispiel in die Geschichte und den Geschmack der Schokolade ein, im Museu de la Xocolata. Oder Besuchen Sie das Barcelona Foto Archiv (Arxiu Fotogràfic de Barcelona) und sehen Sie wie die Stadt sich in den Jahren verändert hat
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Die herrliche Basilika Santa Maria del Mar führt die Liste der Sehenswürdigkeiten in Born ohne Zweifel an. Mit ihrer gotischen Fassade und elegantem Inneren wird sie zu Recht als die schönste Kirche Barcelonas bezeichnet. Die Pfarrei ist heute immer noch in Takt und wenn man Glück hat wird man sogar Zeuge einer Hochzeit. Im Picasso Museum werden die frühen Werke des Künstlers ausgestellt und so gehört es auch zu den Top-Attraktion des Viertels. Auf der gleichen Straße, Montcada, findet man noch weitere zwei Museen, das Disseny Hub und eines das Prä-hispanische-amerikanische Werke ausstellt.
Im oberem Teil des Stadtteils Born befindet sich der Palau de la Música Catalana, eine Konzerthalle die einen mit einer atemberaubende Architektur in Staunen versetzt. Die Gestaltung ist sogar noch beeindruckender im Inneren des Gebäudes. Regelmäßig werden hier Konzerte veranstaltet und wenn sie das Glück hatten eine Karte zu ergattern, wird es bestimmt ein unvergesslicher Abend. Weiter südlich von hier findet man den Arc de Triompf. Er ist nicht so berühmt wie der in Paris, aber nicht minder imponierend.
Wenn man der großzügigen Promenade südlich folgt gelangt man zu einen der Haupteingänge des Ciutadella Parks. Im Park selbst findet man große grüne Flächen, ein Wasserfall und einen kleinen See mit Bootsverleih. Hier liegt auch der Barcelona Zoo, der sich anbietet wenn man mit Kindern unterwegs ist.
Essen gehen
Das Fischlokal La Paradeta gehört ohne Zweifel zu einen der Klassiker unter Barcelonas Restaurants. Das Konzept ist einfach; der frische, auf dem eigenen Boot gefangene Fisch und Meeresfrüchte werden im Restaurant ausgelegt und man sucht sich seine Sorten aus, wenn man das Restaurant betritt. Man sollte früh am Abend dort sein, da die Warteschlangen legendär sind. Dann gibt es noch das Mosquito. Diese asiatische Tapas/ Dim Sum Bar hat sich zum Leitsatz gemacht „Ein Leben ohne Klöße ist nicht lebenswert“. Für traditionelle Tapas kann man es mit dem Cal Pep nicht besser treffen. Wenn man das Glück hat einen Tisch zu ergattern, kann man die Köche in Aktion beobachten. Im Keramik-gefliessten Xampanyet in der Carrer Montcada bekommt man auch leckere Tapas. Es liegt nicht weit weg vom Picasso Museums und eignet sich daher vor oder nach dem Besuch. Das Restaurant ist nach dem hausgemachten Schaumwein, welcher ein wenig wie süßer Champagner schmeckt, benannt. Das gute Essen und die häusliche Atmosphäre lassen viele Besucher auch ein zweites Mal wiederkehren.
In den Abendstunden
In ganz Born findet man einen bunten Mix aus modernen und anspruchsvollen Lokalen und Bars, die Einheimische und Besucher gleichermaßen anziehen. Das Mudanzas (das heißt ‘umziehen’ auf Spanisch) ist aber kein Ort, von dem sich die Gäste leicht wieder wegbewegen. Eine gute Getränkekarte und der aufmerksame Service machen es zu einem beliebten Anlaufpunkt. Das Rubi liegt nicht unweit des Picasso Museums. Die dekadent dekorierte Lounge-Bar bietet eine gute Auswahl an Weinen und Champagner-Sorten an. Einen guten Mojito kann in der Cactus Bar genossen werden. Hier können die leckeren Cocktails auf der Terrasse getrunken werden. Cocktail-Liebhaber sollten aber dem Coppelia Club aufsuchen. Hier besticht neben der guten Getränkeauswahl vor allem die auffällige Innenausstattung, die von einem bekannten Modefotografen entworfen wurde. Der Coppelia Club zieht vor allem ein vornehmes, gut gekleidetes Publikum an, welches sich auf den großen Sofas niederlässt und der Musik lauscht.
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