Eindrucksvoll im Gleichgewicht und sich auffallend in Pose stellen – das neue und ursprüngliche Poble Nou.

Die Stimmung auf der Straße: fast dörflich, entspannend, umgänglich, kommerziell.
Berühmt für: ein bisschen was von allem – den eigenen charmanten Rambla, die Strandnähe, modernistische Bauelemente, niedliche Parks, ein eigenartiger aber fesselnder Friedhof.
Eindrucksvoll im Gleichgewicht und sich auffallend in Pose stellen – das neue und ursprüngliche Poble Nou.
  • Der September ist ein guter Zeitpunkt um Poble Nou zu besuchen, denn dann findet die jährliche Festa Major des Bezirks statt. Das Fest hat all die Bestandteile einer guten katalanischen Sause. Es gibt menschliche Pyramiden, den Festumzug der Riesen und den einzigartigen ‘correfoc’ (Feuerlauf). Aber auch in der restlichen Jahreszeit ist der Aufenthalt in Poble Nou ein angenehmer. Hier findet man Ruhe, ist schnell im Zentrum und hat leichten Zugang zu den Stränden.

    Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, sollte man die Rambla de Poble Nou entlang spazieren. Zivilisiert und ohne den konstanten Verkehr des Stadtzentrums, fühlt man sich hier dem berühmten Namensbruder sehr weit entfernt. Von hier aus gen Norden liegt der Designerpark “Parc Central de Poble Nou”, oder man begibt sich südlich, um an den Hafen oder die Strände zu gelangen.

    Sehenswürdigkeiten in der Nähe

    Die Strände Bogatell (beliebt bei einem älteren Publikum) und Mar Bella (übersetzt die ‘wunderschöne See’) liegen im östlichen Teil von Poble Nou und sind ein großer Anreiz, seinen Aufenthalt in diesem Stadtteil zu verbringen. Es gibt noch weitere Sehenswürdigkeiten, die nicht an der Küste liegen.

    Parks und Gärten

    Es gibt zwei Parks in dieser Gegend, man sollte aber die Namen auf einer Karte nachschlagen, damit man auch zu dem richtigen gelangt. Der ursprüngliche Parc de Poble Nou liegt gegenüber vom Meer aber der ummauerte Parc Central del Poble Nou ist wohl der interessantere und wurde im Jahre 2008 eröffnet.

    Der Park wurde von Jean Nouvel entworfen. Der französische Architekt hat auch schon den Torre Agbar entstehen lassen. Hier ist es unbeschreiblich ruhig, da die Verkehrsgeräusche von der Wand aus Blumen abgehalten werden. Er wurde mit verschiedenen Zonen und Lebensräume konzipiert, inklusive einer Fläche für den Sardana Tanz und hunderter Trauerweiden. Anwohner nutzen den Park sehr oft und man sieht Eltern mit Kinderwagen, Männer die Tischtennis spielen oder junge Paare die durch den parfümierten Rosengarten schlendern

    Mausoleen und Monumente

    Der neoklassische Friedhof ist ein großartiges Beispiel von Grabeskunst und gibt gleichzeitig einen Einblick in das soziale und politische Geflecht aus Barcelonas Geschichte. Hier sind eine Handvoll berühmter Katalanen beerdigt aber es gibt auch etliche anonyme Gräber. Das meistbesuchte Grab ist das eines beliebten Heiligen (‘el santet’), der die Leute heute noch inspiriert und oft werden Geschenke, Kerzen, oder sogar Kuscheltiere niedergelegt. Am Ende des 19. Jahrhundert hat das aufstrebende Bürgertum berühmte Architekten damit beauftragt, pompöse Ruhestätten zu entwerfen. Noch heute besitzt der Friedhof eine große Anzahl an künstlerisch gestalteten Mausoleen und Pavillons. Eine besonders schmerzvoll wirkende Skulptur ist der ‘El Beso de la Muerte’ (der Kuss des Todes). Eine fesselnde Szene von geflügelten Skeletten, die einen jungen Mann umarmen, dessen Zeit gekommen ist. Der kontroverse Torre Agbar vermittelt ein komplett anderes Gefühl. Er ist eine moderne Ergänzung der Barcelona Skyline und sieht ein wenig wie das ‘Gherkin’ Gebäude in London aus. Besonders eindrucksvoll ist der Torre Agbar wenn er in der Nacht in verschieden Farben angeleuchtet wird.

    Essen gehen

    Der Bezirk liegt am Meer und es verwundert daher nicht, dass es in Poble Nou viele Fischrestaurants gibt. Unser Favorit ist das Els Pescadors, das am kleinen quirligen Platz Plaça de Prim liegt. Hier gibt es jedes erdenkliche Fischgericht und obwohl die Preise höher sind scheint es, dass die Anwohner immer wieder hier essen gehen. Das L’Aliança de Poble Nou ist ein weiteres Restaurant was wir empfehlen wollen. Es liegt direkt auf der Rambla und dort bekommt man tolle Tapas. Der Service ist schnell und aufmerksam.

    Tagsüber sollte man das Cala Blanca probieren. Hier gibt es für nur 12 Euro tolles katalanisches Essen, das nur mit frischen Produkten vom Markt hergestellt wird. Hier isst man wirklich wie ein König. Mittags drängen sich hier die Anwohner und es gibt auch eine liebliche Terrasse, falls man einen Drink an der frischen Luft einnehmen will. Wenn man gerne sein Essen im Freien verzehrt, ist die Strandbar Escribà ‘Il Chiringuito di Bogatell’ auch eine gute Wahl. Hier kann man lecker Paella essen und seinen Wein mit Blick aufs Meer genießen. Man sollte einen Tisch reservieren, da es oft voll werden kann.

    Nachtleben

    In Poble Nou gibt es einige Möglichkeiten, wenn man nach der Paella noch in Feierlaune sein sollte. Es gibt viele Bars am Strand und viele der alten Fabrikgebäude wurden in Clubs umgebaut. Das Sala Razzmatazz ist besonders auffällig. Hier finden jede Woche Konzerte internationaler Künstler statt und die vielen verschiedenen Ebenen spielen Musik unterschiedlicher Genres. Der Club ist bei Einheimischen und Besuchern beliebt. Ein „Nebenprodukt“ vom Razzmatazz ist das Loft, wo hauptsächlich Techno und elektronische Musik gespielt wird. Für Live-Musik sollte das BeGood, nah der U-Bahn Station Marina, besucht werden. Auch wenn der Club nicht groß ist, ist die Stimmung super und ideal um den Abend ausklingen zu lassen.

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