Vor den olympischen Spielen im Jahr 1992 war der Bezirk Vila Olímpica (olympisches Dorf) Teil des Industriegebiets, zusammen mit seinem Nachbar Poble Nou. Der Bezirk wurde bis auf den letzten Stein verändert und bildete das moderne Heim für unzählige Athleten während der Spiele. Zwanzig Jahre später sind die 200 Gebäude (in 200 verschiedenen Stilrichtungen) verkauft und es entstanden moderne und geräumige Wohnkomplexe.
Die Zwillingstürme kündigen den Eingang in den Stadtteil an, welcher auch wieder in dem bekannten Schachbrettmuster angeordnet ist. Die Architekten nahmen den L’Eixample als Beispiel und folgten seinem Aufbau. Mit Parks, Anbindung an mehrere Strände, Designerapartmentkomplexe und einem Yachthafen, ist es leicht hier Jetsetting-Atmosphäre zu kosten.
Seine Nachbarn kennen
In den letzten 20 Jahren, in dem der Bezirk mehr Anerkennung fand, hat er sich zu einer der heiß begehrtesten Wohngegenden der Stadt gemausert. Die modernen Wohnungen sind für viel Geld zu haben, dank der Strandlage und qualitativ-hochwertigen Grundstücken. Viele Familien leben hier wegen der ruhigen Lage und der Nähe zum Meer. Die Promenade am Hotel Arts ist beliebt bei Anwohnern. Hier werden die Hunde ausgeführt, oder die Freizeitangebote am Yachthafen genutzt.
Einkaufsmöglichkeiten
Der Bezirk ist nicht für Einkaufswütige geeignet, die Ihr Geld in teuren und schicken Designerboutiquen ausgeben wollen. Es gibt ein kleines Einkaufszentrum namens El Centre de La Vila, in dem sich eine Filiale des Supermarktes Consum befindet. Wenn man auf der Suche nach einer mondänen Einkaufserfahrung ist, sollte man eine kurze Fahrt mit der Tram oder der U-Bahn in Kauf nehmen und das Diagonal Mar Einkaufszentrum besuchen. Der Stadtteil El Borne ist auch nicht weit, wo man viele kleine Läden findet, in denen man hochklassige Ware sowie Souvenirs erstehen kann.
Verkehrsanbindung
Es ist leicht sich in Vila Olímpica mit der U-Bahn fortzubewegen, da es nur eine Haltestelle, Ciutadella Vila Olímpica, auf der gelben Linie gibt. Man ist nur vier Stopps vom Passeige de Gràcia entfernt, von wo man zu Gaudís La Pedrera gelangt. Es gibt auch Haltestellen der Tram Linie in diesem Bezirk. Viele Buslinien, darunter auch die Busse der Stadtrundfahrten, operieren in Vila Olímpica. Man sieht aber auch viele Leute auf Fahrrädern oder Rollerblades, die die breiten Straßen entlang fahren. Für diejenigen die lieber mit Stil reisen, gibt es über 700 Stellplätze für Yachten und Boote im Hafen.
Wie man schon vermuten kann, spielt sich in Vila Olímpica alles in den Bars, Restaurants und Einrichtungen auf der Strandpromenade ab, wo sich auch die große bronzene Skulptur ‘Peix’ (Fisch) befindet. Ein Besuch in einer der vielen Freiluft-Fischrestaurants und ein Glas heimischer Cava sollte ganz oben auf Ihrer Liste stehen.
Halten Sie die Schwimmflügel bereit
Wassersportler finden hier das reinste Paradies vor. Egal ob man sich im Segeln oder Windsurfen probieren will, man kann in die Fußstapfen der olympischen Athleten treten. Die Strände zu beiden Seiten der Kaimauer sind zum einen Barceloneta, der oft gerammelt voll ist und auf der anderen Seite Nova Icària, der eher von Familien besucht wird. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, falls man mal vom Strand gelangweilt sein sollte.
Einige sonderbare Skulpturen
Frank Gehry, der Architekt des berühmten Guggenheim Museums in Bilbao, wurde angeheuert um die Skulptur, die heute Barcelonas Strandpromenade dominiert, zu gestalten. Sie wurde 1992 zu den olympischen Spielen eingeweiht und fand ihren Platz neben dem Hotel Arts. Der schimmernde Kupferfisch mit seinen vergoldeten Kiemen hat eine Höhe von 35 Metern und gehört zu den Lieblingen von Barcelonas Sehenswürdigkeiten.
Enric Miralles, berühmt für das schottische Parlamentsgebäude, hat zusammen mit Carmen Pinós den Gehweg Avenida Icària gestaltet. Der Untergrund auf der Straße machte das Anpflanzen von Bäumen unmöglich und so wurde nach einer langen Debatte, der Konstruktion von Kunstbäumen aus Metall und Holz zugestimmt. Am Eingang vom Port Olympic steht eine bunte Skulptur, die von Rober Llimós erschaffen wurde. Ihr Name ist ‘Marc’, als Erinnerung an den Sohn des Künstlers. Sie wurde im Jahre 1997 eröffnet.
Lust auf einen Film
Der Icaria Yelmo Cineplex ist ein relativ kleiner Kinokomplex in Vila Olímpica. Er ist aber trotz seiner Größe sehr beliebt, da er Filme in der Originalfassung zeigt. In Spanien werden viele Filme, so wie in Deutschland, synchronisiert, doch im Icaria Yelmo Kino kann man jede Neuerscheinungen im Originalton schauen. Dank der Untertitel kann man sogar noch was für seine Spanischkenntnisse tun. Man kann auch seine eigene 3D-Brille mitbringen, so ist man nicht gezwungen eine Brille vor Ort zu kaufen.
Die Wahl an Parks
Der Parc del Port Olympic befindet sich hinter den Zwillingstürmen. Hier kann man in Ruhe seine Zeitung lesen, oder ein wenig Atmosphäre der damaligen olympischen Spiele einatmen. Hier befindet sich nämlich eine Tafel mit den vollständigen Namen der Goldmedaillengewinner, sowie eine Statur von Cobi, dem offiziellen Maskottchen.
Der schöne Ciutadella Park liegt auch in der Nähe von Vila Olímpica. Hier kann man den Zoo besuchen, eine kleine Bootstour auf dem See machen, oder einfach im Gras sitzen und die Sonne genießen. Eine tolle Alternative zum Strand.
Essen und Trinken
Es gibt viele Freiluft-Bars und Restaurants entlang der Strandpromenade, inklusive einiger Fast-Food Ketten. Wenn man auf der Suche nach einer anständigen Lokalität ist, sollte man die Gäste im Restaurant betrachten, denn Anwohner sind sehr kritisch, wenn es darum geht die Spreu vom Weizen zu trennen.
Fischrestaurants sind reichlich vorhanden, wie zum Beispiel das Moll de Mestral und Moll del Gregal. Ein gutes Tapas-Lokal ist das Tapas Locas, wo die Speisen auf dem Punkt serviert werden und das Personal überaus freundlich ist. Ein anderes einladendes Restaurant ist das El Túnel del Port, mit einer tollen Terrasse mit Blick auf das Meer und den Hafen. Im Erdgeschoss des Hotel Pullman Skipper Barcelona liegt die Blend Lounge & Bar, welche eine gute Wahl für einen besonderen Anlass ist. Das Restaurant nimmt seine Inspiration aus mediterranen Aromen und man kann im Freien auf der Terrasse speisen. Alternativ kann man auch einfach entspannen und einen Cocktail schlürfen. Für ein komplett anderes “Trinkerlebnis” sollte man die Barcelona Ice Bar besuchen. Die Bar hat auch eine Strandterrasse, wenn die arktischen Temperaturen im Inneren nicht ganz Ihren Vorstellungen entsprechen.
Spät am Abend bis in den frühen Morgen
Vila Olímpica ist der Himmel auf Erden für Nachteulen. Hier befinden sich einige der coolsten Clubs und Diskotheken der Stadt, die oft direkt am Strand liegen. Die Clubs füllen sich, nachdem die Bars relativ früh schließen müssen, schnell. Falls einem das Glück wohlgesonnen scheint, sollte man Barcelonas Grand Casino besuchen. Es liegt unter den Zwillingstürmen im Hotel Arts und ist ideal wenn man viel Geld gewinnen, oder verlieren will.
Der vornehme Opium Mar Club ist dank seiner Lage direkt am Strand, einer der bekanntesten Clubs der Stadt und beliebt bei Barcelonas Schickeria. Er wirkt ein wenig protzig, besitzt aber eine tolle Terrasse am Strand, die dank einer speziellen Lizenz bis morgens um 6 Uhr geöffnet hat. Ein anderer angesagter Spot ist das Shoko, das gleichzeitig eine Bar, Restaurant und Club mit orientalischer Einrichtung ist. Im Catwalk spielt man auf zwei Ebenen einen Mix aus Hip Hop, RnB und Techno. Man sollte sich schon herausputzen wenn man in einen der Clubs am Port Olympic hineingelassen werden will. Die Türsteher sind hier oft sehr streng und suchen sich das Publikum vorsichtig aus.
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